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Sonstiges

Leistungen Ambulanten Pflegedienste Drucken

Leistungen der ambulanten Pflegedienste

 

Grundpflege:

Die Grundpflege beinhaltet pflegerische Maßnahmen z.B. Waschen, Betten, Umlagern oder Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme. Grundpflegerische Tätigkeiten können von der Pflegekasse vergütet werden, sofern Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes vorliegt.

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung zählen Leistungen wie Einkäufe, Kochen oder das Reinigen der Wohnung, nicht aber die Versorgung von Angehörigen des Pflegebedürftigen

Die ambulanten Dienste rechnen mit den Pflegekassen direkt ab, wenn eine Sachleistung( Kombinationsleistung) durch den Patienten beantragt wurde.

Häusliche Pflege durch professionelle Pflegekräfte wird als Sachleistung bezeichnet. Der Pflegebedürftige erhält also kein Geld, sondern die Leistungen der Pflege. Voraussetzung:

Mit dem ausgewählten Pflegedienst besteht ein Versorgungsvertrag mit den Kranken- und Pflegekassen.

Je nach gewünschten Leistungen, die durch den Pflegedienst erbracht werden, wird ein Kostenvoranschlag erstellt, in welchem ersichtlich ist, ob noch anteiliges Pflegegeld prozentual dem Patienten ausgezahlt wird, oder ob der Patient zuzahlen muss.

Seit Anfang 2013 gibt es zusätzlich die Pflegestufe 0( Pflegeneuausrichtungsgesetz) Dies bedeutet, dass Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, Demenz oder ähnlichen Erkrankungen, die noch nicht Kriterien einer Pflegestufe erfüllen, Anspruch auf Leistungen der Pflege und Hauswirtschaft haben. Patienten mit Pflegestufe erhalten die Betreuungsleistung nach § 45 b, wenn die speziellen Kriterien vorliegen. Diese Betreuungsleistung kann nur mit den zuständigen Kassen abgerechnet werden und wird Spaziergänge, Betreuung, Einkaufen, Vorlesen, Fahrdienste u.a. beinhalten.

Kunden, die Geldleistung von der Pflegekasse erhalten, oder Privat Versicherter, können private Personen zur Hilfestellung in der Pflege und Hauswirtschaft beauftragen, müssen dann diese Leistungen von dem Pflegegeld bezahlen. Eine Abrechnung mit der Pflegekasse ist bei der Geldleistung nicht möglich.

Erbringt ein Pflegedienst Leistungen in einem Patientenhaushalt mit Geldleistung, so rechnet diese Dienst auch direkt mit dem Versicherten ab.

Der Pflegedienst bietet auch sogenannte Service- bzw. Wahlleistungen an. Dabei handelt es sich z.B. um die Leistung Essen auf Rädern. Hier ist wiederum zu beachten, dass Patienten in den Pflegestufen, die Leistung stationärer Mittagstisch über die Pflegeversicherung abgerechnet wird( bei Sachleistung. Anfahrtspauschale), das Essen wird jedoch direkt mit dem Patienten privat abgerechnet und dann der Institution zugeführt, welche die Mahlzeiten zur Verfügung stellen.

Pflegestufe 0 : 

Sachleistung von 255 €( mit eingeschränkter Alltagskompetenz)

Geldleistung mit eingeschränkter Alltagskompetenz 120 €
Pflegestufe 1 :

Geldleistung 235 €, mit eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzlich 70 €

Sachleistung 450 €, mit eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzlich 215 €

Pflegestufe 2 :

Sachleistung 1100 €, mit eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzlich 150 €

Geldleistung 440 e, mit eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzlich 85 €

Pflegestufe 3 :
Sachleistung 1550 €, keine Zusatzleistung
Pflegegeld 700 €, keine Zusatzleistung
Härtefallregelung:
Sachleistung 1918 €
Geldleistung 1432 €

Leistungsmodule der Pflegedienste( mit Kassen vereinbart)

  1. Große Toilette

-          An- und Auskleiden

-          Hautpflege, Kämmen, Rasur, Mund- und Zahnpflege

-          Waschen im Bett7 Waschbecken, Duschen, Baden

-          Durchführung von Prophylaxen

-          Transfer in und aus dem Bett

-          Bett machen

  1. Kleine Toilette

-          An- und Auskleiden, Hautpflege, Mund- und Zahnpflege

-          Teilwäsche im Bett oder am Waschbecken

-          Transfer aus oder in das Bett

-          Bett machen

  1. Transfer/ An- und Ausziehen

-          Transfer aus Bett/ ins Bett

-          An- und Auskleiden

-          Bett machen

  1. Hilfe bei der Ausscheidung

-          An- und Auskleiden

-          Hilfe beim Gang zur Toilette

-          Pflege von Katheter und Urinal Versorgung

-          Hilfe bei der Entsorgung von Erbrochenem

-          Hilfe und Pflege bei der Blasen- und Darmentleerung

-          Teilwachen bei der Intimpflege

  1. Spezielles Lagern

-          Bett machen/ richten

-          Lagern des Patienten ( Prophylaxen) und Hautpflege

  1. Mobilisation

-          Vorbeugen von Gelenkversteifungen durch mehrmaliges Bewegen

-          Vorbeugen von Lungenentzündungen durch gezielte Atemübungen

-          Dekubitus Prophylaxe mit Hautpflege

  1. Einfache uns Umfangreiche Hilfe bei der Nahrungsaufnahme

-          Aufrichten im Bett bzw. an den Tisch setzen

-          Mundgerechtes Portionieren der Nahrung

-          Zubereitung von Warm- und Kaltgetränken

-          Essen und Trinken geben( löffelweise und schluckweise)

-          Mund- und Prothesenpflege

-          Hände und Gesicht waschen( Teilwaschen)

  1. Verabreichen von Sonden Nahrung

Erbringen der Leistung von Pflegefachkräften

  1. Hilfestellung beim Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

-          An- und Auskleiden im Zusammenhang mit dem verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

-          Treppensteigen

-          Begleitung zu Behörden, Einkauf, Ärzten( beinhaltet keine Spaziergänge zu kulturellen Veranstaltungen; Abrechnung pro angefangene Viertelstunde

  1. Essen auf Rädern

-          Essen aus dem Gasthof abholen und Verteilung sowie Anlieferung in die Häuslichkeit

-          Essen vor Ort auf den Teller anrichten und ggf. Klein schneiden

  1. Zubereitung einer einfachen Mahlzeit

-          Vorbereitung und Zubereitung einer kalten Mahlzeit

-          Erwärmen einer vorbereiteten Mahlzeit

-          Anrichten, Tisch decken, Aufräumen und Spülen

  1. Einkauf und Besorgungen( ohne Patient mit zunehmen)

-          Abrechnung viertelstündlich

-          Erstellen eines Einkaufs-/ Speiseplan

-          Einkaufen von Lebensmitteln und andere Bedarfsgegenstände( z. B. Hygieneartikel) und diese dann auch wegräumen

-          Besorgungen( Apotheke)

  1. Zubereitung einer warmen Mahlzeit

-          Kochen, Spülen, Geschirr aufräumen; Reinigung des Arbeitsbereiches

  1. Waschen, bügeln, Putzen

-          Abrechnung viertelstündlich

-          Gesamte Pflege der Wäsche und Kleidung, b.B. Ausbessern

-          Bügeln und einräumen der Wäsche

-          Reinigung der gesamten Wohnung( incl. Fenster putzen, Gardinen waschen, Reinigung und Abtauen des Kühlschrankes, Reinigung eines Haustierkäfigs, Trennung und Entsorgung von Abfall, Treppenhaus reinigen, staubsaugen, staubwischen u.a.)

  1. Vollständiges Ab- und Beziehen eines Bettes
  2. Beheizen

-          Heizmaterial herbeischaffen und aufschichten

-          Heizmaterial anzünden

-          Asche leeren und Ofen säubern

 
 
Zusatz bei Pflegestufe 0:

z.B. Spaziergänge, Begleitung zu Institutionen, Einkäufe, Grundpflege, Reinigen der Wohnung, Betreuung im häusliche Umfeld, Gespräche, Spiele u.v.m.

Alle oben genannten Leistungen können auch in der Pflegestufe 0 und für Privatzahler angeboten werden.

Familienpflegeinsätze werden über die Krankenkassen bezahlt und von den Kassen wird der benötigte Stundenumfang vorgegeben. Diese Einsätze können von einer Woche bis über mehrere Wochen genehmigt werden. Hier ist der Einsatz einer examinierten Hauswirtschafterin/ Familienpflegerin, oder der Einsatz einer ergänzenden Hilfe( nach Anleitung und Fachaufsicht der Ex. HW) möglich. Bei Privatzahlern ist diese Art der Einsätze stundenweise möglich.

 
Wer darf die einzelnen Module erbringen ? :
Modul 1,2,3       : PFK, examinierte HW, EH
Modul 4              : PFK
Modul 5              : PFK

Modul 6              : PFK, ggf. HW, EH

Modul 7              : PFK, HW, EH

Modul 8              : PFK

Modul 9              : PFK, HW, EH

Modul 10            : HW, EH

Modul 11            : PFK, HW, EH

Modul 12            : HW, EH

Modul 13            : HW, EH

Modul 14            : HW, EH

Modul 15            : PFK, HW, EH

Modul 16            : HW, EH

 

Bei allen Modulen, die Umgang mit Lebensmitteln enthalten ist eine jährliche Unterweisung zum Infektion Schutzgesetz notwendig( Umgang mit Lebensmitten!)

Bei allen Modulen ist eine jährliche Unterweisung in Hygiene notwendig
 
Begriffserläuterung:
PFK = Pflegefachkraft
HW = Ex. Hauswirtschafterin
EH   = ergänzende Hilfen